Koffein im Tee: Welche Sorten machen wach – und welche nicht?

Koffein im Tee: Welche Sorten machen wach – und welche nicht?

July 22, 2026

Transparenzhinweis: Das Titelbild wurde mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Eine Tasse Tee am Morgen macht wach – aber gilt das wirklich für jede Sorte? Die kurze Antwort lautet: Nein, nicht jeder Tee enthält Koffein. Schwarztee, Grüntee, weißer Tee und Matcha stammen von der Teepflanze und bringen den natürlichen Wachmacher mit. Früchtetee, viele Kräutertees und Rooibos sind dagegen meist koffeinfrei. Weil es bei Mischungen einige Ausnahmen gibt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste.

Die schnelle Orientierung

Mit Koffein: schwarzer, grüner, weißer und Oolong-Tee, Matcha sowie Mate. Meist ohne Koffein: Früchtetee, Kräutertee, Rooibos und Honeybush. Bei aromatisierten Mischungen und Chai entscheidet immer die Zutatenliste.

Teein oder Koffein – was ist der Unterschied?

Im Alltag ist häufig von „Teein“ die Rede. Chemisch handelt es sich dabei jedoch um denselben Stoff wie beim Koffein im Kaffee. Der ältere Begriff Teein beschreibt also keine eigene Variante des Wachmachers. Wie intensiv eine Tasse empfunden wird, hängt unter anderem von der getrunkenen Menge, der persönlichen Empfindlichkeit und der Zubereitung ab.

Eine pauschale Aussage wie „Tee wirkt immer sanfter als Kaffee“ greift deshalb zu kurz. Schon zwei Tassen derselben Sorte können unterschiedlich viel Koffein enthalten, wenn mehr Teeblätter, heißeres Wasser oder eine längere Ziehzeit verwendet werden.

Welche Tees enthalten Koffein?

Tee aus Camellia sinensis

Schwarztee, Grüntee, weißer Tee und Oolong werden aus derselben Teepflanze hergestellt. Sie unterscheiden sich vor allem durch Anbau, Ernte und Verarbeitung – Koffein enthalten sie alle von Natur aus.

Aufgüsse aus Früchten und Kräutern

Früchtetee, Rooibos, Honeybush und viele Kräuteraufgüsse stammen nicht von der Teepflanze. Sie sind in ihrer reinen Form üblicherweise koffeinfrei – Ausnahmen entstehen durch koffeinhaltige Zutaten.

Koffein im Tee: die große Sortenübersicht

Schwarztee
Enthält Koffein. Das BfR nennt als Näherungswert etwa 45 Milligramm pro Tasse mit 200 Millilitern.
Grüntee
Enthält Koffein. Als grobe Orientierung nennt das BfR etwa 30 Milligramm pro 200-Milliliter-Tasse.
Weißer Tee
Enthält Koffein und ist nicht automatisch schwächer als Grüntee. Sorte, Blattanteil und Zubereitung sind entscheidend.
Oolong
Enthält Koffein. Seine teilweise Oxidation macht ihn geschmacklich besonders, aber nicht koffeinfrei.
Matcha
Enthält Koffein. Da das fein gemahlene Blatt mitgetrunken wird, kann eine Portion je nach Dosierung besonders koffeinreich sein.
Mate
Enthält von Natur aus Koffein, obwohl Mate botanisch nicht von der klassischen Teepflanze stammt.
Früchtetee
Ist meist koffeinfrei. Enthält die Mischung zusätzlich Mate, Guarana, Matcha, Grün- oder Schwarztee, gilt das nicht.
Kräutertee
Ist meist koffeinfrei. Bei Mischungen ebenfalls auf koffeinhaltige Zutaten achten.
Rooibos & Honeybush
Sind von Natur aus koffeinfrei und deshalb eine beliebte Wahl für den Abend.

Merke: Die Farbe oder der milde Geschmack verraten nicht zuverlässig, wie viel Koffein ein Tee enthält. Auch weißer Tee enthält Koffein, während ein kräftig-roter Früchtetee meist ohne auskommt.

So erkennst du, ob deine Teemischung Koffein enthält

  1. Teesorte prüfen: Steht Schwarztee, Grüntee, weißer Tee oder Oolong auf der Packung, ist Koffein enthalten.
  2. Auf Matcha achten: Matcha ist gemahlener Grüntee und damit ebenfalls koffeinhaltig.
  3. Wachmacher suchen: Auch Mate, Guarana und Kolanuss bringen Koffein in Kräuter- oder Fruchtmischungen.
  4. Chai-Basis kontrollieren: Chai kann auf Schwarztee basieren und Koffein enthalten oder als Gewürz- beziehungsweise Rooibos-Mischung koffeinfrei sein.
  5. Zubereitung beachten: Menge, Wassertemperatur, Ziehzeit und Tassengröße beeinflussen, wie viel Koffein im fertigen Getränk landet.

Was den Koffeingehalt in der Tasse beeinflusst

  • Teesorte und Ernte: Pflanze, Blattalter, Herkunft und Verarbeitung sorgen für natürliche Schwankungen.
  • Dosierung: Mehr Tee oder Matcha-Pulver kann mehr Koffein pro Tasse bedeuten.
  • Temperatur: Heißeres Wasser kann Koffein schneller aus dem Blatt lösen.
  • Ziehzeit: Mit zunehmender Ziehzeit werden weitere Stoffe extrahiert. Der Tee wird dadurch nicht koffeinfrei.

Macht Tee nach fünf Minuten Ziehzeit nicht mehr wach?

Nein – das ist ein verbreiteter Tee-Mythos. Das Koffein verschwindet bei längerem Ziehen nicht. Gleichzeitig gelangen mehr Gerbstoffe in den Aufguss, wodurch der Tee kräftiger oder herber schmecken kann. Aus einem koffeinhaltigen Tee wird dadurch jedoch weder ein koffeinfreies noch automatisch ein beruhigendes Getränk.

Wer am Abend auf Koffein verzichten möchte, greift zuverlässiger direkt zu einer koffeinfreien Sorte. In den Früchteteemischungen, Kräuterteemischungen und im Rooibos-Sortiment findest du viele passende Alternativen. Trotzdem gilt: bei jeder Mischung kurz die Zutaten prüfen.

Welcher Tee passt zu welcher Tageszeit?

1. Am Morgen: Schwarztee oder Matcha

Wer morgens bewusst Koffein trinken möchte, findet im Schwarztee-Sortiment kräftige Klassiker von Assam bis Darjeeling. Matcha ist eine intensive Alternative, bei der die verwendete Pulvermenge besonders wichtig ist. Entdecke dafür die Matcha-Auswahl und beachte die jeweilige Zubereitungsempfehlung.

2. Am Nachmittag: grüner oder weißer Tee

Grüner und weißer Tee bieten eine große geschmackliche Bandbreite von frisch-grasig bis fein und blumig. Beide enthalten Koffein, weshalb empfindliche Personen ihre persönliche Tageszeit und Dosierung ausprobieren sollten. In der Kategorie Grüntee und weißer Tee findest du klassische und aromatisierte Varianten.

3. Am Abend: Rooibos, Kräuter- oder Früchtetee

Für eine Tasse ohne Koffein sind reiner Rooibos, Honeybush sowie viele Frucht- und Kräutertees die unkomplizierteste Wahl. Ob beerig, würzig, cremig oder frisch: Hier entscheidet der Geschmack statt des Wachmachers. Bei Mischungen mit Mate, Guarana oder echtem Tee bleibt die Zutatenliste der sicherste Wegweiser.

Wie viel Koffein ist in Ordnung?

Für gesunde Erwachsene gelten laut Bundesinstitut für Risikobewertung bis zu 200 Milligramm Koffein als Einzeldosis und bis zu 400 Milligramm über den Tag verteilt als gesundheitlich unbedenklich. Für Schwangere und Stillende liegt der genannte Tageswert bei bis zu 200 Milligramm. Das sind Orientierungswerte – persönliche Empfindlichkeit, Erkrankungen und manche Medikamente können eine andere Einschätzung erforderlich machen.

Entscheidend ist die gesamte Koffeinmenge aus Tee, Kaffee, Cola, Energy-Drinks, Schokolade und weiteren Quellen. Wer nach Koffein schlecht schläft, Herzklopfen oder Unruhe bemerkt, sollte weniger konsumieren und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Häufige Fragen zu Koffein im Tee

Enthält Grüntee Koffein?

Ja. Grüntee stammt von der Teepflanze Camellia sinensis und enthält von Natur aus Koffein. Das BfR nennt etwa 30 Milligramm pro 200-Milliliter-Tasse als Näherungswert; der tatsächliche Gehalt kann deutlich schwanken.

Ist weißer Tee koffeinfrei?

Nein. Auch weißer Tee stammt von der Teepflanze. Sein feiner Geschmack bedeutet nicht automatisch einen niedrigen Koffeingehalt.

Enthält Matcha mehr Koffein als Grüntee?

Matcha kann je nach Rezeptur mehr Koffein liefern als ein gewöhnlicher Grüntee-Aufguss. Das Pulver wird nicht abgefiltert, sondern vollständig mitgetrunken. Deshalb ist die verwendete Menge besonders wichtig.

Ist Früchtetee immer koffeinfrei?

Reiner Früchtetee ist üblicherweise koffeinfrei. Eine Früchteteemischung kann jedoch zusätzlich Mate, Guarana, Grüntee, Schwarztee oder Matcha enthalten. Prüfe deshalb die Zutaten.

Welcher Tee eignet sich am Abend?

Wenn du Koffein am Abend vermeiden möchtest, sind Rooibos, Honeybush sowie koffeinfreie Kräuter- und Früchteteemischungen eine gute Wahl. Koffeinempfindliche Menschen reagieren unterschiedlich, daher zählt auch dein persönliches Empfinden.

Fazit: Nicht der Name „Tee“, sondern die Zutaten entscheiden

Schwarzer, grüner, weißer und Oolong-Tee enthalten Koffein – ebenso Matcha und Mate. Früchtetee, viele Kräuteraufgüsse, Rooibos und Honeybush sind meist koffeinfrei. Der wichtigste Tipp ist deshalb erstaunlich einfach: Schau auf die Teebasis und die Zutatenliste. So findest du morgens bewusst einen anregenden Tee und abends eine Sorte ohne Koffein.

Welcher Tee passt heute zu dir?

Entdecke koffeinhaltige Klassiker, feinen Matcha und koffeinfreie Alternativen für jede Tageszeit.

Teevielfalt entdecken

Quellen und Hinweis: Die Koffein-Näherungswerte und Orientierungswerte zur täglichen Aufnahme stammen aus den Koffein-FAQ des Bundesinstituts für Risikobewertung vom 5. Januar 2026. Ergänzende Informationen zu Matcha und Grüntee: Verbraucherzentrale. Der tatsächliche Koffeingehalt kann abhängig von Produkt, Menge, Ziehzeit und Wassertemperatur schwanken. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.